Therapien

Spektrum der szintigrafischen Untersuchungen und nuklearmedizinischen Therapien

Therapien

Radiosynoviorthese (RSO)

Die Radiosynoviorthese ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von Erkrankungen der Synovia (Gelenkschleimhaut) mittels radioaktiver Isotope. Ziel ist der bindegewebige Umbau mit Wiederherstellung der Gelenkschleimhaut.

Die RSO ist eine Schmerztherapie zur Behandlung chronischer Entzündungen der Gelenkschleimhaut (chronische Synovialitis) und bei chronischen Gelenkergüssen, wie sie insbesondere bei der rheumatoiden Arthritis auftreten können, aber auch bei anderen Erkrankungen wie der aktivierten Arthrose, der PVNS (pigmentierte villonoduläre Synovialitis) und bei Reizzuständen nach Prothesenimplantation. Voraussetzung für die Durchführung einer RSO ist das Vorhandensein einer Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialitis) bzw. eines Gelenkergusses.

Die Grundlage für den Erfolg einer Radiosynoviorthese (RSO) bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist eine exakte Diagnose. Deshalb führen wir vor der Behandlung in der Regel eine Skelettszintigrafie in Mehrphasentechnik durch. Mit dieser Untersuchung lässt sich nicht nur klären, welche Gelenke betroffen sind, sondern auch für welche Gelenke die Behandlung sinnvoll eingesetzt werden kann.



Behandlungsablauf

Die RSO wird ambulant durchgeführt. Dabei wird unter der Röntgenkontrolle eines Durchleuchtungsgerätes oder ultraschallgestützt (bei Behandlung des Knies) eine radioaktive Substanz direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Sind mehrere Gelenke betroffen, sind mehrere Behandlungssitzungen nötig.
Die radioaktive Substanz wird von den Zellen der Gelenkschleimhaut rasch aufgenommen. Sie hat eine extrem kurze Reichweite, so dass ihre Wirkung auf den Gelenkinnenraum begrenzt ist und der Gelenkknorpel nicht geschädigt wird.
Im Anschluss an die Behandlung wird - außer bei den Finger- und Zehengelenken - eine Kontroll-Szintigrafie durchgeführt. Etwa 15 Minuten danach können Sie wieder nach Hause gehen.
Direkt nach der Behandlung muss das Gelenk unbedingt geschont werden. Zu Hause muss das betroffene Gelenk für etwa zwei bis drei Tage ruhiggestellt und evtl. auch gekühlt werden. In seltenen Fällen kommt es vorübergehend zu einer Überwärmung und / oder zu einer kurzzeitigen Gelenkschwellung. Diese Erscheinungen verschwinden jedoch nach einigen Tagen wieder.
Im Allgemeinen können Sie schon etwa eine Woche nach der Behandlung mit einer gezielten Bewegungstherapie beginnen, um die durch die Entzündung in ihrer Funktionsfähigkeit stark eingeschränkten Gelenke wieder beweglich zu machen. Wenn Sie nach etwa zwei bis vier Monaten keine Beschwerden mehr haben, ist keine weitere Behandlung nötig. Sollten die Beschwerden noch nicht ganz verschwunden sein, kann die Behandlung frühestens nach einem halben Jahr noch einmal wiederholt werden.

Die Therapie wird an folgenden unserer Praxisstandorte angeboten: Hanau, Gießen

Dauer
Die Behandlung dauert insgesamt ca. eine Stunde. Bitte beachten Sie, dass das behandelte Gelenk geschont werden muss und Sie sich - insbesondere bei der Behandlung des Knies - im Idealfall abholen lassen sollten.